Deutscher Meister 1998:

10. Mai 1997 — 9. Mai 1998

 

„Das ist die größte Leistung, die je im Deutschen Fußball vollbracht wurde“, würdigte Weltmeister Günter Netzer den vierten Titelgewinn der Roten Teufel im Jahr 1998: Als erster Aufsteiger der Bundesligageschichte sicherte sich der 1. FC Kaiserslautern den Titel! Am ersten Spieltag traten die Lautrer gleich im Münchner Olympiastadionan – und feierten eine triumphale Rückkehr in die erste Liga! Michael Schjönberg nickte kurz vor Schluss eine Sforza-Freitoßflanke zum 1:0-Siegtreffer beim FC Bayern ein. Die mitgereisten FCK-Fans waren natürlich aus dem Häuschen und feierten die Mannschaft und Coach Rehhagel frenetisch nach dem Schlusspfiff.

Im Verlauf der Saison stand der FCK an 32 von 34 Spieltagen an der Tabellenspitze - diese Spielzeit bot so viele unvergessene Spiele für jeden FCK-Anhänger, sodass viele noch heute ins Schwärmen geraten, wenn es bei Erzählungen um die Begegnungen im Meisterjahr 98 geht. Beim Heimsieg gegen Bayern München titelte die Presse beispielsweise: „Choralgesänge wie an der Liverpooler Anfield Road hallten durch das Fritz-Walter-Stadion“. Aber auch die Heimauftritte gegen Hamburg und Dortmund und der unvergessene Krimi gegen Mönchengladbach mit Olaf Marschalls spektakulärem „Kerzen-Kopfballtor“ in letzter Sekunde, durch den ein 0:2-Rückstand dann letztendlich doch noch in einen 3:2-Sieg verwandelt wurde, bleiben im Gedächtnis eines jeden Lautrers auf ewig eingebrannt.

Aber auch bei den Gastspielen in Bochum, Karlsruhe und Bielefeld bei den Hin- und Rückspielen gegen Stuttgart oder Rostock zeigten die Roten Teufel beeindruckende Vorstellungen. Am 33.Spieltag wurde der 1. FC Kaiserslautern mit einem überragenden 4:0-Sieg gegen den VfL Wolfsburg vorzeitig Deutscher Meister, da der FC Bayern gleichzeitig nicht über ein 0:0 in Duisburg hinaus kam. Herausragender Spieler der Saison war Olaf Marschall, der in nur 24 Spielen beeindruckenderweise 21-mal den Ball im gegnerischen Tor platzierte.

 

Kader 97/98: 

Ballack, Brehme, Buck, Ertl, Franck, Greiner, Hristov, Hrutka, Kadlec, H. Koch, Kouba, Kuka, R. Lutz, Marschall, Ojigwe, Ratinho, Reinke, Reich, Rische, Riedl, Roos, Schäfer, Schjönberg, Sforza, Szücs, Wagner


Deutscher Meister 1991:

16. Juni 1990 — 15. Juni 1991

 

Der FCK war zwar im Jahr zuvor Pokalsieger geworden, aber trotzdem traute den Pfälzern danach kaum jemand zu, in der Bundesliga oben mitspielen zu können – zu knapp war man in der Saison 89/90 dem Abstieg entronnen. Der Verein gab  einen einstelligen Tabellenplatz als Saisonziel aus, was realistisch erschien. 

Nach einem guten Saisonstart mit zwei Auswärtssiegen in Hamburg (3:1) und Dortmund (2:0) sowie einem 1:1-Unentschieden im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt, setzten sich die Roten Teufel schnell in der Spitzengruppe der Liga fest. 

 

Nach dem 2:1 auf dem Betzenberg am 22. Spieltag gegen Bayern München übernahm der FCK die Tabellenspitze und gab sie bis zum Saisonende nicht mehr her -  eine der größten Sensationen der Bundesligageschichte war perfekt! Die Lautrer wurden wie aus dem Nichts Deutscher Meister - und das trotz einiger Verletzungssorgen und Ausfälle durch Sperren. Am letzten Spieltag reiste FCK, begleitet von über 40.000 Schlachtenbummlern aus der ganzen Pfalz nach Köln ins Müngersdorfer Stadion. Ein fulminanter 6:2-Auswärtssieg über den „FC“ bescherte dem FCK den dritten Deutschen Meistertitel! 

 

Kader 90/91:

Dooley, Ehrmann (TW), R. Ernst, Friedmann, Goldbaek, Haber, G. Hoffmann, Hotic, Kadlec, Krämer, Kranz, Kuntz, Labbadia, Lelle, R. Lutz, T. Richter, Roos, Scherr, Schupp, Serr (TW), Stadler, Stumpf, Winkler, Zimmermann


Deutscher Meister 1953:

22. Juni 1952 — 21. Juni 1953

 

Nach einer überragenden Saison in der Oberliga Südwest mit nur zwei Niederlagen, setzte sich der FCK in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft gegen Holstein Kiel, den 1. FC Köln und die SG Eintracht Frankfurt durch. Im Endspiel wartete der VfB Stuttgart auf die Pfälzer, der im Finale mit 4:1 im Berliner Olympiastadion deutlich besiegt wurde. Bereits in der Anfangsphase vergab Fritz Walter einen Elfmeter, doch danach lief es besser und der Spielführer selbst, Karl Wanger, Erwin Scheffler und Willi Wenzel erzielten die Tore für die Roten Teufel. Die Stuttgarter hatten nichts mehr entgegenzusetzen. Dieser Titel war leider der letzte der Walter-Elf in der Nachkriegszeit. In den Jahren 1948 (1:2 gegen Nürnberg), 1954 (1:5 gegen Hannover) und 1955 (3:4 gegen Essen) errangen die Roten Teufel die Vizemeisterschaft.

 

Der Kader 1952/53:

Eckel, Fischer, Folz, Fritschi, Hölz (TW), Jergens, K. Jung, Junker, Klee, W. Kohlmeyer, E. Liebrich, W. Liebrich, Render, Scheffler, Sokoll, F. Walter, O. Walter, Wanger, W. Wenzel


Deutscher Meister 1951:

1. Juli 1950 — 30. Juni 1951:

 

Die erste Deutsche Meisterschaft errang die legendäre Walter-Elf am 30. Juni 1951. Vor 100.000 Zuschauern setzte sich der 1.FC Kaiserslautern im Berliner Olympiastadion mit 2:1 gegen Preußen Münster durch. Zwar gingen die Westdeutschen nach einer eher schwachen ersten Hälfte der Lautrer in Führung, doch "Ottes" konnte mit seinen beiden Kopfballtoren, zweimal nach Vorlage seines Bruders Fritz Walter, das Spiel noch zu Gunsten der Roten Teufel wenden.

 

Ottmar Walter ging verletzt in das Finale und ging sogar das Risiko ein, seine Fußballschuhe aufgrund einer drohenden Operation an den Nagel hängen zu müssen. Doch „Ottes“ biss auf die Zähne und hielt das ganze Finale durch (denn Auswechslungen gab es damals noch nicht), und wurde zum Matchwinner. Unter großem Jubel der FCK-Fans fuhr der Zug mit den Meistern im Lautrer Hauptbahnhof ein und auf dem Betze feierten Zehntausende mit ihren Teufeln den ersten großen Titelgewinn.

 

Kader 1950/51:

Adam (TW) , Baßler, H. Christmann, Eckel, Folz, B. Fuchs, Hartenstein, Huppert, Jergens, Klee, W. Kohlmeyer, E. Liebrich, W. Liebrich, Pilkahn, Rasch, Schaak, F. Walter, O. Walter, Wanger, W. Wenzel