Deutscher Pokalsieger 1996:

27. Mai 1995 — 25. Mai 1996

 

Das zweite Pokalfinale war mit dem Endspiel fünf Jahre zuvor nicht vergleichbar – denn der FCK musste exakt eine Woche zuvor den bitteren Gang in die zweite Liga antreten. Nach dem 1:1 bei Bayer 04 Leverkusen war der Abstieg des Gründungsmitglieds der Bundesliga endgültig besiegelt. Das Finale selbst endete aber wie so oft beim FCK mit einem Kuriosum - noch nie zuvor konnte ein Absteiger ein Pokalfinale für sich entscheiden. Vor 76.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion zeigte die Mannschaft eine Trotzreaktion auf den Abstieg und gewann durch ein Freistoßtor von Martin Wagner mit 1:0. 

Ab diesem Zeitpunkt herrschte wieder Aufbruchsstimmung in der Pfalz, zumal Torschütze und Leistungsträger Martin Wagner nach dem Spiel seine endgültige Zusage gab, auch in der zweiten Liga auf dem Betzenberg zu bleiben. Dieser Entscheidung sollten noch einige Leistungsträger folgen und so konnte die Mannschaft größtenteils zusammengehalten werden, womit der Grundstein für den sofortigen Wiederaufstieg des FCK im Jahr 1997 gelegt wurde.

 

Kader 95/96: 

Anders, Arilson, Brehme, Dengel, Ehrmann, Flock, W. Funkel, Greiner, Hamann, Hengen, Hollerbach, Kadlec, Kern, H. Koch, Kuka, R. Lutz, Marschall, Reinke, Rische, Ritter, Roos, Schäfer, Schwarzer, Wagner, Wegmann, Wollitz


Deutscher Meister 1990:

14. Mai 1989 — 19. Mai 1990

 

Vier Enttäuschungen im Laufe der Jahre mussten die FCK-Fans in Pokalendspielen über sich ergehen lassen, bis es 1990 endlich den ersten Cupsieg des 1. FC Kaiserslautern und den ersten Titel nach der sehr erfolgreichen Zeit des Vereins in den 50er Jahren zu feiern gab. Coach war damals Trainerfuchs Kalli Feldkamp, der schon zuvor zweimal den Pokal mit Uerdingen und Frankfurt gewann. Die ersten beiden Runden im Pokal überstand der FCK mit etwas Mühe - 1:0 gewannen die Pfälzer bei Bayer Leverkusen und 3:1 bei Mainz 05. Durch ein 2:1 gegen Köln zogen die Roten Teufel ins Viertelfinale gegen Fortuna Düsseldorf ein, die mit 3:1 auf dem Betze besiegt wurde. Halbfinalgegner waren die Offenbacher Kickers. Auf dem Bieberer Berg erzielte Tom Dooley das Goldene Tor zum 1:0-Sieg, welches den Weg nach Berlin frei machte.

 

Die Lautrer Kultstürmer Bruno Labbadia und Stefan Kuntz zeigten dann im Olympiastadion, aus welchem Holz sie geschnitzt sind: Die beiden stellten die Weichen gegen Werder Bremen bereits in den ersten 30 Minuten auf Sieg - nach Toren von Bruno Labbadia (2) und Stefan Kuntz stand es bereits nach einer halben Stunde 3:0 für den 1. FC Kaiserslautern. Werder, damals mit Coach Otto Rehhagel, kam zwar durch Tore von Neubarth und Burgsmüller noch einmal heran, als den Lautrern in der Berliner Hitze die Kräfte schwanden, doch am Ende reckten Kuntz & Co. verdient den „Pott“ in den Berliner Abendhimmel.

 

Kader 89/90: 

Allievi, Dooley, Ehrmann (TW), Emig, Foda, Friedmann, Goldbaek, Haber, F. Hartmann, Hoos, Hotic, Kranz, Kuntz, Labbadia, Lelle, R. Lutz, Roos, Scherr, Schupp, Serr, Shakov, Sommer, Stadler, Stumpf, Wiezik, Wuttke